Donnerstag, 16. Februar 2012

Aus der "Starbucks-Form" zum ersten Schwimmwettkampf in Vancouver

Sport Frei von meiner Seite aus!

Lange war nur das Verpflegungspaket auf dieser Seite zu sehen. Nun moechte ich Euch endlich ein paar Informationen zu meinem ersten Wettkampf auf kanadischen Boden liefern.

5 Tage sind seit dem vergangen. Die Energiespeicher sind mittlerweile wieder aufgeladen. Bereits im Voraus sei erwaehnt: es ist lange her, dass ich mal wieder so richtig schoen am Boden war. Doch der Reihe nach.

Am letzten Sonntag also hatte ich erstmal ein ordentlichen Programm auf der Kurzbahn (25m) zu absolvieren. Zu den bereits im Blog erwaehnten 4 Einzelstarts kamen 10 Minuten vor WK-Beginn noch 3 Staffelstarts hinzu. Getreu dem Motto: "Nichts ist so bestaendig wie die Aenderung", sprach mich die die Cheftrainerin Marianne an, ob ich auch fuer die Staffeln zur Verfuegung stehen wuerde. Ich hatte ehrlich gesagt keine Wahl. Noch vor meiner Antwort stand ich bereits in der Mannschaftsliste als Staffelmitglied. Zusaetzlich zu meinen Einzelstarts wurde ich in der 4*50m Kraul, der 4*50m Schmetterling und - weil ich ja erst so wenig Schmetterling schwimmen durfte -  in der 4*100m-Lagenstaffel an die dritte Position gesetzt. Was so viel hiess wie: 100m Schmetteling schwimmen. Warum also nicht. Einmal die 100m "Schmett" als Angang bei den 400m Lagen im Einzel waere ja auch zu langweilig gewesen ;-p

Los ging es aber erstmal mit folgender Strecke: den 100m Lagen:


Erster Start, erster Sieg. Fazit zum Rennen: spritzig ist etwas anderes, aber mit der Zeit konnte ich fuers erste zufrieden sein.
So konnte es weitergehen. Aber jede Theorie ist bekanntlich grau. Denn nach den 100m Lagen ging es in der 4*50m Schmetterlingsstaffel und anschliessend ueber die gleiche Distanz im Einzel ran. Was in der Staffel sich noch wie ein wirklicher Sprint anfuehlte, ging im Einzel dann schon ein "Stueck" schwerer.
Ich musste mir da schon eingestehen: aus einer "Starbucks-Form" heraus laesst es sich nicht lange schnell und geschmeidig schwimmen. Dinge wie "Banana-Chocolate-Chip-Cake" oder "White-Chocolate-Mocca" wirken wie Bremshosen. Nur mal so als Tip...

Und deswegen habe ich auch gleich mal eins "auf den Deckel" bekommen. Obwohl mein Kontrahent links neben mir eine Tauchphase von sage und schreibe 1,5 Metern hatte, nahm er mir 1,5 Koerperlaengen ab und schlug nach 26,1s als Erster an. Diese Zeit war fuer mich an diesem Tag ausser Reichweite. Grund genug, in den naechsten Wochen noch eine "Schippe" drauf zu legen. Hinzu kam, dass der "Kollege" eine Alterskategorie ueber mir, sprich aelter war. Das ist gar nicht so gut fuer das Ego :-D





Eigentlich sollte nach den 50m "Fly" mein Hoehepunkt des Wettkampfes folgen. Die 200m Lagen. Aber daraus wurde 1. aus den oben genannten Gruenden nichts. 2. lag die 4*100m-Lagenstaffel mit nur 10 Minuten Abstand auch noch ein "bisschen" zu nah dran. Deshalb war mir klar: der "Mann mit dem Hammer" wird verdammt schnell anklopfen und mir das Schwimmen zur Hoelle machen...ja ja. So ist das im Sportlerleben. Wer nicht hoeren will, wird fuehlen.

Gesagt getan. Die 200 Lagen waren grenzwertig (2:26,5). Die Zeit von meinem Leipziger FS-Kollegen Luetze von der Deutschen Hochschulmeisterschaft 2011 ist noch weit weg. Aber man muss ja schliesslich Ziele haben, auf die man hinarbeiten kann.
Die darauffolgende Mittagspause konnte ich in meinem Gemuetszustand nur als "Paeuschen" bezeichnen. Was sind schon 45 Minuten, wenn man noch danach eine Laktatkonzentration von gefuehlten 8,0 in den Armen&Beinen hat. Da muss er durch der Lurch, wenn er...der Rest ist bekannt.

Positiv zu erwaehnen ist die Organisation des WK. Die Org-Team-Leute hatten im Vorfeld wirklich viel Werbung dafuer gemacht und eine Vielzahl von freiwilligen Helfern fuer die Durchfuehrung gewinnen koennen. So wurde u.a. folgende (kostenlose) Imbiss-Ecke fuer die Athleten eingerichtet (man beachte den vorderen rechten Teller)

Typisch Kanada: die suessen Dinge waren zuerst aufgegessen *G*
Es sind manchmal die kleinen Dinge, die zu einem guten WK beitragen

Und so nahmen die Dinge ueber die 400m Lagen ihren lauf. Ein Video gibt es davon leider nicht. "Leider" aus eurer Sicht. Zum Glueck aus meiner Sicht 8-) Schaut Euch die Oper vom sterbenden Schwan an. Dann wisst ihr in etwa, wie ich geschwommen bin...*stirnrunzel*

Ende gut alles gut. Keine 30 Sekunden nach dem Anschlag ueber die 400m "IM" (Individual Medley) hatte ich das "Glueck" den Startschwimmer ueber die 4*50m Freistilstaffel abzugeben. Die Teamchefin - Marianne aus Mexiko - wollte es mir an diesem Wk so richtig zeigen. Aber was macht man nicht alles fuer das Team. So also auch aus einem bereits leeren "Akku" noch etwas herausholen. Nach 28,04s war dann aber auch allerhoechste "Eisenbahn", dass ich die Anschlagmatte erreichte und kurze Zeit spaeter voellig auseinander gefallen in Richtung Ausschwimmbecken trudeln konnte.

Alles in allem war es ein super Einstand fuer das Team von "English Bay". Wir haben die Gesamtwertung gewonnen. Nun schauen alle motiviert dem naechsten WK entgegen: die Provincials am letzten Maerzwochenende in Victoria. Lange ist nicht mehr hin. Warum also nicht das naechste Ziel angehen und sich gegen die Masterskonkurrenz aus ganz British Columbia durchsetzen.

Fuer alle, die es interessiert gibt es das Protokoll zum Download:

http://www.englishbay.org/swim/files/LTS2012Results.pdf



Weitere Impressionen vom Wettkampf im "Aquaticcenter der U.B.C."

Warm-up session 


Meeting of "Team English Bay"

Take your mark! Go!!!

A satisfied coach is not a good coach: race analysis by Marianne

Everything is possible: woman, men & disabled athlets started together

The appearence is deceptive: team member Patrick

Meditation before the 200 IM

Cheering for the national record over the 1.500m Freestyle

Famous athlets from the U.B.C. swim team

The "grand master chief": Khosro

Das soll es mal wieder von meiner Seite gewesen sein.

Der Rest der Woche folg in Kuerze.

Euer Maikl

Sonntag, 12. Februar 2012

Swim Meeting

Looks like a competition. It is for a competition!

12. Februar 2012, 9 Uhr in der Frueh: der Wettkampfrucksack ist gepackt und es geht los. Erster Schwimm-WK auf kanadischen Boden im Pool der UBC.
Entfernung: 1,5km. Wann kann man schon mal zu einem Wettkampf laufen? ;-)

Gemeldete Strecken: 100, 200, 400 Lagen&50m Delphin.

Einen schoenen Sonntag fuer Euch alle!

Euer Maikl

Freitag, 10. Februar 2012

Nix los im Store bringt mehr Zeit fuer andere Dinge...

Sport Frei aus dem geliebten Raincouver!

Waehrend ich von Nachrichten aus Deutschland mit Rekord Temperaturen unter Null "gefuettert" werde, ist der Regenschirm vorerst wieder mein staendiger Begleiter geworden. Von Schnee ist hier keine Spur mehr. Selbst in den umliegenden Bergen muessen die Skilehrer auf ihre beste Regenbekleidung zurueck greifen.

Aber, wo Regen faellt, scheint auch wieder die Sonne. So geschehen, am Montag und Dienstag, als ich mir bei "Kaiserwetter" die Kamera schnappte und meine neue Wohnumgebung erkundete.

Fazit: hier laesst es sich leben. Die UBC ist bereits eine Stadt fuer sich. Und: sie waechst weiterhin. So z.B. mit dem Bau des "Wesbrook Village". Keine 15 Minuten Fussmarsch von mir entfernt, direkt an einem Wald ist ein richtig tolles Wohnviertel entstanden. Ende 2012 wird doch u.a. eine Grundschule und ein Gymnasium eroeffnet. Alles unter der Obhut der UBC. Das scheint alles richtig gut zu laufen. Wissenschaftlicher "Nachwuchs" ist da auf lange Zeit hin garantiert :-D


Wesbrook Village, closed to the UBC campus

Nach einem Einkauf zog es mich an das Wasser. Nach 5 Monaten ohne Fahrradfahren war es dann endlich wieder soweit: mit einem "24er"-Rad vom groessten Sohn der Familie radelte ich die "Kuestenstrasse" entlang, Marine Drive. So lange, bis ich einen geeigneten Weg entdeckte.  Und dieser fuehre ueber eine steile Treppe direkt zum "Fraser River".
On my way to the great Fraser River

Dort angekommen, erwartete mich ein niedriger Wasserstand. Zum Glueck, denn dadurch gelangte ich an folgenden Ort:

Silence at Fraser River at low tide; in the back: wood chips container ready for collection

Hinsetzen und geniessen. Keine Menschenseele weit und breit. Tut auch mal gut.

Und vom einen Wasser ging es am Nachmittag zum naechsten Wassern. Ab zum Kitsbeach!

Country Music playing man walking the dog: usual scene at Kitsbeach

Ineffable view over English Bay and to the Mountains


Perfect idyll; Kitsbeach while sunset

Maritime findings at rocks at Kitsbeach

A piece of art performed by the sea; Kitsbeach Feb 7

Obwohl ich ja bereits einige Bilder vom Strand in Kitsilano veroeffentlicht hatte, wollte ich Euch diese Schnappschuesse nicht vorenthalten. Zum Einen, weil sie mit einer besseren Kamera gemacht wurden. Und zum Anderen, weil am letzten Dienstag perfekte Bedingungen herrschten, die es galt festzuhalten und Euch zu uebermitteln.

Richtig lustig wurde es gestern (Donnerstag) wieder einmal auf Arbeit. Weil die Warenbestaende bis zur Umstellung auf die Fruehjahrskollekteion so langsam aber sicher gegen Null fahren, bleiben auch die Kunden aus. Da muessen wir uns auf Arbeit schon ein wenig Ablenkung verschaffen. So geschehen indem ich immer mal die neusten Schlagzeilen aus der Zeitung vorlese.

Am Donnerstag klang das wie folgt:

"Frozen sauerkraut causes rush hour motorway chaos in Germany

A German autobahn came to a sudden standstill when tonnes of pickled cabbage fell from the back of a lorry and quickly froze in the sub-zero temperatures."


(Read more: 
http://www.metro.co.uk/weird/889831-frozen-sauerkraut-causes-rush-hour-motorway-chaos-in-germany )

Was da bei Euch zur Zeit alles so los ist... ;-)

Und als noch wir ueber das kalte Deutschland plauderten, kam promt eine "halbe Armee" Schweizer zur Tuer herein. Meine 3 Kollegen schauten wie auf Kommando in meine Richtung. Ohne ein Wort zu sagen war klar, wer sich um diese Kundschaft zu kuemmern hatte ;-)

Die letzte Story fuer heute: Am Mittwoch hatte ich das Vergnuegen fuer $0 gleich 2 Filme im Kino anschauen zu duerfen. Fuer die exklusive Preview des Films "Safe House", der offiziell erst heute in die Kinos kommt, hatte ich zwei Freitickets fuer jeweils zwei Personen. Ein Ticket habe ich einer ehemaligen Kollegin von Lush&ihrem Freund gegeben. Das andere haben Robert und ich mir geteilt. So eine Gelegenheit lasse ich mir dann auch nicht entgehen. Fazit: der Film lohnt sich. DenzelW. hat erneut (sehr) gute Arbeit geleistet :-)

Und weil uns 1 Film nicht ausreichte, verweilten Robi&nach "Safe House" 45 Minuten bei mitbebrachten Kuchen im Kino. Erst wollten wir zu "Woman in Black". Nur gut dass wir noch kurz zuvor ein Kinomagazin gefunden hatten und uns ueber die Story informieren konnten. Auf diese Art von Film hatten wir dann keine Lust.

Spontan gingen wir beide zu "Haywire" in einen fast leeren Kinosaal und liessen uns ueberraschen.
Fazit hier: sehr zu empfehlen.


In diesem Sinne: kommt gut ins Wochenende!

Euer Maikl

Montag, 6. Februar 2012

Super Bowl in Vancouver

Tach alle zusammen!

Das grosse Super Bowl Finale ist Geschichte, die meisten sind mit dem Ausgang zufrieden und ich war mitten drin statt nur dabei.

Feb. 5 at the Commodore Ballroom. 

Vorher stand noch ein sehr sehr entspannter Arbeitstag an. Die Anzahl der Kunden kann ich fast an zwei Haenden abzaehlen. Ich nutzte die Gelegenheit aus und brachte ich Ordnung in das Warenlager. Alle mehr oder weniger alten Produkte von Tatonka und Tasmanian Tiger wurden von mir in Kartons sortiert und dementsprechend beschriftet. Zum Teil lagern bei uns Artikel, die 5 Jahre alt sind und nun fuer den Ruecktransport nach Deutschland vorbereitet werden. Vorher muss alles gezaehlt werden. Den Anfang habe ich gestern getan und knapp 3 Stunden damit zugebracht.  Aber wenn oben im Laden nichts passiert, kann auch einer derartige Arbeit Spass machen.
Nach der Mittagszeit waren die Strassen und Fusswege dann so gut wie leer gefegt. Der Super Bowl hinterliess bereits Stunden vor dem Anpfiff seine Spuren.
Den Anfang des Spiels schauten sich mein Kollege Jeremy und ich noch auf Arbeit an. Der ein oder andere Kunde verlief sich dann doch zu ins in den Laden und blieb promt vor dem Bildschirm stehen. Aus dem Kundengespraech zu den Outdoorsachen wurde dann schnell ein lockerer Plausch ueber das vermeintliche American Footballpiel des Jahres.

Nach der Arbeit nahm ich dann beide "Beine in die Haende" und machte mich auf den Weg nach Downtown. Ziel war ein Club auf der Granvillestreet, der wie eine Vielzahl anderer Einrichtungen ein "Special" zum Super Bowl anbot.
Bei der angeblich groessten Super Bowl Party von Vancouver waren im Vorfeld 900 Gaeste angekuendigt. Aber vom grossen Ansturm in den Commodore Ballroom war nichts zu spueren. Das lag wohl u.a. auch an dem Eintrittspreisen ($30). Ich durfte weniger bezahlen...
Auf meine Frage hin, wie die Stimmund sei und wie viele Leute im Saal seien, sagte man mir, dass alle sehr dicht gedraengt ("very packed") stehen und die Stimmung ausgelassen ("revel people") sei. Oben im Saal angekommen, ergab sich dann ein etwas anderes Bild vor mir. Sagen wir mal so: es war noch ausreichend Platz vorhanden :-) Die Kanadier uebertreiben halt gerne ein wenig *lol*

Neben vielen Gewinnspielen, Musik- und Showeinlagen heizten vor allem die Cheerlearders der Seattle Seahawks kraeftig ein. Dementsprechend stieg die Stimmung im Saal.

Aber schaut doch selbst:



Die New York Patriots haben es mal wieder gezeigt wie man "hinten raus" die entscheidenden Punkte macht. Die Mehrzahl der Besucher stand auf deren Seite. Somit war die Freue nach dem Ende des Spiels riesengross und es wurde ordentlich gefeiert.

Ich habe es mir dann noch beim abschliessendem Konzert der "Sheepdogs" ein wenig gut gehen lassen. Spaeter ging es seit langer Zeit in die Noodlebox und zu Starbucks, um den Sonntag gediegen ausklingen zu lassen.



Heute und morgen habe ich frei. Bei strahlendem Sonnenschein werde ich die Zeit nutzen die tolle Gegend rund um den Uni-Campus der UBC zu erkunden. Selbstverstaendlich wird die Kamera mein stetiger Begleiter sein.

Euer Maikl

Dienstag, 31. Januar 2012

Umzug

Und schwupps ist die Zeit auch schon um. Alle Sachen waren gepackt. Und so sieht das aus, wenn ich umziehe:


Keine Moebel, aber dafuer "einige" Sachen... Dank Maikl2, der mit seinem Auto vorbei kam, habe ich alles mit einmal in die neue Wohnung bringen koennen. Am Mittwoch ist dann der eigentliche Einzug, direkt an der UBC.

Vor dem heutigen Transport  stand ein entspannter Tag zu Hause an. Das letzte Mal Waesche in der alten Wohnung waschen, Taschen packen, mit Maikl2 bei "Romers-Burger-Restaurant" einen super leckeren Burger essen, danach zur Verdauung einen frischen Espresso und anschliessend das neue Zimmer beziehen. Es ist alles in einem Top Zustand. Zur Ueberraschung habe ich wieder eine Tuete voll Produkten von Lush mitgebracht. Die kids der Familie freuen sich schon auf die naechsten Baeder :-)

Nachdem alle Sachen im neuen Zimmer verstaut waren, absolvierten Maikl2 und Maikl1 (meine Wenigkeit) ein kurzes und intensives "work-out" im Recreation Center von Kitsilano. Somit hatten wir die Kalorien vom Burger-Dinner gleich wieder abtrainiert ...

Nun habe ich noch einen Tag frei, an dem ich die letzten Kleinigkeiten in der alten Wohnung zusammen packen werde. Abends winkt dann das letzte gemeinsame Abendessen mit Kevin in der alten Wohnung.

Nichts ist halt fuer die Ewigkeit!

Euer Maikl